Die Arbeitswelt verändert sich
5 Okt
Der KfW-Gründungsreport dokumentiert, dass das Durchschnittsalter der Manager, die keinen Platz mehr in ihrer Firma haben, bei 52 Jahren liegt – das war 2002. Heute sind diese Leute im Schnitt 46 Jahre alt.
Die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV) bereitet, zusammen mit Ideengeneratoren in den Städten Hamburg, München, Stuttgart, Frankfurt/a.M., Berlin und Dresden, tausende ehemaliger Führungskräfte in Seminaren auf eine Selbständigkeit vor. Geleitet werden diese Seminare von Michael Kroheck. Michael Kroheck hat eine groß angelegte Initiative ins Leben gerufen: die Verdoppelung der Selbständigen in Deutschland bis 2020 ! Vor folgendem Hintergrund erscheint dieses Ziel realistisch zu sein: Irland war noch vor 15 Jahren das Armenhaus Europas. Ehemals ein Land der Fischer und Bauern, hat es in Europa die höchste Selbständigenquote und steht, nicht zuletzt deshalb, wirtschaftlich hervorragend da. Dänemark hat sich ähnlich dynamisch entwickelt und hat eines der besten Sozialsysteme der Welt. D.h., wirtschaftlicher Aufschwung ist auch ohne Sozialabbau machbar.
Singapur hat, seitdem China den Markt mit Billigprodukten überschwemmt, total auf High-Tech umgestellt und hat seit Jahren eine prosperierende Wirtschaft ! Deutschland unternimmt als wirtschaftliches Herz Europas nun alle Anstrengungen, um ebenfalls eine Wende herbeizuführen. Obwohl Deutschland das Land mit den umfangreichsten Fördermaßnahmen für Gründer ist, haben wir zur Zeit noch eine beschämend niedrige Gründerrate von 0.86 %. Den potentiellen Gründern stehen Businessplanwettbewerbe mit umfangreichem Coaching zur Verfügung, diverse Bausteine zur Schaffung eines finanziellen Rahmens, verlorene Zuschüsse und vieles mehr !
Die Zahl der Selbständigen wird in Deutschland schon deshalb stark ansteigen, weil die alten Arbeitsmodelle nicht mehr funktionieren. Die entwickelten Staaten werden Wissensökonomien. Wissensarbeiter werden nicht mehr fest angestellt sein. Es sind Berater, freie Mitarbeiter, Joint-Venture-Partner
Der KfW-Gründungsreport berichtet von der wahren Trendwende der Arbeit, davon, wohin die Reise geht: tendenziell neigen Personen mit besseren Qualifikationen überdurchschnittlich stark zu Gründungen. Wer Leistung und Eigenverantwortung übernehmen will, entscheidet sich für die Selbständigkeit. Die Menschen wollen weg von unsicheren, schlecht bezahlten (Zeitarb.) Jobs, wollen in den Genuss der Früchte ihrer Arbeit gelangen – statt ihre Karriere dem Wohlwollen einer starren Hirarchie zu überlassen.
Wichtigste Voraussetzung ist aber eine Geisteshaltung, die einer unternehmerischen Prägung entspricht.
Um an die Quelle zu kommen, muss man bereit sein, auch gegen den Strom schwimmen.
Ein Kommentar for "Deutschland braucht eine Gründerwelle"
[...] Lebenslange Anstellungsverhältnisse, womöglich in einer Firma, hirarchische Firmenstrukturen und geheime Produktentwicklungen hinter Unternehmensmauern – das ist die alte Story ! Deutschland braucht eine Gründerwelle [...]
Kommentar hinterlassen