Konzepte für die Energieversorgung

Erdöl

Unstrittig ist, dass die Reserven bei Erdöl am geringsten sind ! Die weltweite Ölproduktion hat 2006 ihren Höhepukt erreicht.
König Abdullah von Saudiarabien z.B. sagt: laßt das Öl im Boden, denn mit Gottes Gnaden brauchen es unsere Kinder.
Eine gute Einstellung, wie ich meine, weil es einfach ein Wahnsinn ist, derart wertvolle Resourcen buchstäblich zu verheizen, oder durch den Auspuff zu jagen. Dazu gibt es (und nicht erst neuerdings) genügend alternative Lösungen.
Ein arabischer Herrscher kann langfristig agieren, weil die Golfstaaten heute schon über 50 % ihres Brutto-Sozialprodukts durch High-Tech und Fremdenverkehr generieren (Tendenz steigend).
Das Erdöl wird in jedem Fall knapp: es fehlen heute schon 15 % der weltweit nachgefragten Menge. Diese Lücke durch Erdgas oder Kohle zu schließen, ist aus verschiedenen Gründen nicht möglich und deshalb werden die Preise von Erdgas und Kohle dem des Erdöls folgen – nach oben !

Bis zum Jahr 2030 wird es eine Steigerung des weltweiten Energiebedarfs um 55 % geben. Das Energie-Institut IFP rechnet bereits im Jahr 2015 mit einem Barrelpreis (Öl) von 300 Euro. Der wesentliche Grund für diesen Energiehunger: die Schwellenländer wollen zum westlichen Wohlstandsniveau aufschließen.

Kohle

Die Hälfte aller fossilen Energie liegt in Form von Kohle vor. Wenn der steigende Energiebedarf aufgrund abnehmender Öl-Vorkommen zunehmend mit Kohle gedeckt würde, entstünde verhängnissvoll mehr CO2 (Kohlendioxyd).

Was eine weitere Aufheizung unseres Planeten bedeuten würde, hat Sir Nicholas Stern, ehedem Chefökonom der Weltbank, bereits im Herbst 2006 erklärt: “Ein Anstieg der Meere, Ausdehnung der Trockengebiete, ungeheures menschliches Leid und eine tiefe, weltweite Wirtschaftskrise.”
Starke internationale Gegenmaßnahmen sind notwendig, zögern erhöht die Risiken und die Kosten.”
Die Regierungen müssen konsequent das Energiesparen sowie den Einsatz regenerativer Energien fördern.

Die Produktion der Erdöl-Konzerne fällt seit 2004, zuletzt jährlich um 7 %. Alle schauen gespannt, wie sich der Ölpreis entwickelt, denn davon hängen die Preise für Benzin, Heizöl und Erdgas ab.

Erdgas

Ohne Frage hält das Erdgas länger als das Öl. Es gibt aber keine Preisvorteile, weil sich die internationalen Lieferverträge für Gas an den Ölnotierungen orientieren. Außerdem plant Rußland als Haupt-Gas-Lieferant eine Gas-Opec.
Da sind große Spieler am Werk, sprich Monopolisten wie Gazprom, die mit sogenannten Leerverkäufen die Börsenpreise zusätzlich beienflussen.

Die gute Botschaft

Wenn die erneuerbaren Energien wie Wind, Solarkraft und Erdwärme konsequent genutzt werden, können sie nach Expertenmeinung 2050 die Hälfte des Energiebedarfs decken und damit den CO2-Ausstoß gegenüber heute halbieren ! Eine entscheidende Rolle in Deutschland werden Sonnen- und Luftenergie spielen, da der weitere Ausbau von Wasserkraft begrenzt wird, um die Nutur zu schonen.