Wenn man Kinder auf dem Weg in die Wissensgesellschaft begleiten will, muß man sich selbst auf diesen Weg begeben.

Kinder sind geborene Forscher, Entdecker – deshalb nützen sie massiv die neuen Medien.

Das Buch “Weltwissen der Siebenjährigen” wurde zum internationalen Bestseller. Geschrieben hat dieses Werk Donata Elschenbroich, “die” Expertin für schulische Ausbildung. Sie ist auch Initiatorin des Modell-Projekts Weltwissen-Vitrine.

Frau Elschenbroich untersucht die großen Unterschiede an deutschen Schulen und Kindergärten. Es gibt Schulen und Kindergärten, da haben Kinder wie Eltern eine große, ansteckende Bildungslust und anderswo bleibt die Zeit stehen, obwohl es dort nicht weniger Personal gibt !

Seit der Pisa-Studie gibt es in Deutshland eine lebhafte Bildungsdiskussion, weil wir weit hinter anderen Ländern liegen. Verglichen mit dem Bildungsstand in Finnland, tut sich hier tatsächlich eine Kluft auf.

Jedes Kind ist begabt und hat ein Recht darauf, am Weltwissen teilzuhaben

In der Wissensgesellschaft ist es überlebenswichtig, sich den neuen Herausforderungen zu stellen, lebenslang, weit über die Schule hinaus.

Dass sich Kinder heute, dank moderner Medien, viel schneller entwickeln, dürfte unbestritten sein.
Damit verbunden ist aber auch die Frage, welche Nachteile Kinder haben, die nicht genügend gefördert werden, respektive keinen Netzzugang haben, oder nicht entsprechend unterwiesen werden.

Ein hervorragendes Beispiel, wie differenziert die Vermittlung und Förderung von Medienkompetenz sein kann, ist der Internet-Kindergarten Mölln. Seit dem Jahr 2000 erlernen dort (in einer spielerischen Art) Kinder zwischen 3 und 10 Jahren den sinnvollen Umgang mit Computern und dem welweiten Datennetz.

Internet, DVD, PC, Video, Games, Handy, TV, MP3 – unsere Medienwelt expandiert zusehends. Medien spielen im Prozess der Sozialisierung eine immer bedeutendere Rolle. Schon die Jüngsten kommen mit der Medienwelt in Berührung – Grund genug, die Medienkompetenz bereits im frühkindlichen Bereich anzusetzen.

Leider gibt es immer noch eine starke Abneigung gegen, von Kindern benützten, digitale Medien.
Den Kindern Gameboys und Playstations zu schenken reicht bei weitem nicht aus ! Kein Wunder, dass ohne Einflußnahme und Steuerung durch Eltern und Lehrer, Kinder zuviel Zeit mit unnützen Spielereien verbringen, was ja auch oft genug beklagt wird.
Wie aber sollte eine Anleitung aussehen, wenn Erwachsene im Umgang mit mobilen Endgeräten selbst sehr schnell an ihre Grenzen stoßen. Handys sind heute nun mal Teile, mit denen man auch telefonieren kann. Deshalb müssen vor allem Eltern darüber reflektieren, welche Funktionalitäten ein modernes Touchscreen-Handy hat, welche Applikationen und damit verbundenen Vorteile, Bequemlichkeiten und Sicherheiten gegeben sind !

Die Welt wird zunehmend komplexer und damit steigen auch dramatisch die Anforderungen.

In Japan z.B. werden Krippen- und Kindergartenerzieher seit 20 Jahren an Colleges oder Universitäten ausgebildet. Die Pädagogen im Kindergarten haben dasselbe Anfangsgehalt und den gleichen ehrenvollen Titel wie ein Universitätsprofessor. Davon sind wir in Deutschland noch meilenweit entfernt. Die Mehrheit der Erzieher wird auf Jahre, auf Grund ihrer Fachschulausbildung, professionell unterbewertet und katastrophal schlecht bezahlt sein. Nur Verkäuferinnen verdienen noch weniger.
Unserer Hauptstadt laufen Lehrer wegen schlechter Bezahlung davon ! (Stichwort: Lehreraufstand in Berlin-Mitte vor einer Woche).