Die Arbeitswelt verändert sich
2 Feb
Wenn man Kinder auf dem Weg in die Wissensgesellschaft begleiten will, muß man sich selbst auf diesen Weg begeben.
Kinder sind geborene Forscher, Entdecker – deshalb nützen sie massiv die neuen Medien.
Das Buch “Weltwissen der Siebenjährigen” wurde zum internationalen Bestseller. Geschrieben hat dieses Werk Donata Elschenbroich, “die” Expertin für schulische Ausbildung. Sie ist auch Initiatorin des Modell-Projekts Weltwissen-Vitrine.
Frau Elschenbroich untersucht die großen Unterschiede an deutschen Schulen und Kindergärten. Es gibt Schulen und Kindergärten, da haben Kinder wie Eltern eine große, ansteckende Bildungslust und anderswo bleibt die Zeit stehen, obwohl es dort nicht weniger Personal gibt !
Seit der Pisa-Studie gibt es in Deutshland eine lebhafte Bildungsdiskussion, weil wir weit hinter anderen Ländern liegen. Verglichen mit dem Bildungsstand in Finnland, tut sich hier tatsächlich eine Kluft auf.
Jedes Kind ist begabt und hat ein Recht darauf, am Weltwissen teilzuhaben
In der Wissensgesellschaft ist es überlebenswichtig, sich den neuen Herausforderungen zu stellen, lebenslang, weit über die Schule hinaus.
Dass sich Kinder heute, dank moderner Medien, viel schneller entwickeln, dürfte unbestritten sein.
Damit verbunden ist aber auch die Frage, welche Nachteile Kinder haben, die nicht genügend gefördert werden, respektive keinen Netzzugang haben, oder nicht entsprechend unterwiesen werden.
Ein hervorragendes Beispiel, wie differenziert die Vermittlung und Förderung von Medienkompetenz sein kann, ist der Internet-Kindergarten Mölln. Seit dem Jahr 2000 erlernen dort (in einer spielerischen Art) Kinder zwischen 3 und 10 Jahren den sinnvollen Umgang mit Computern und dem welweiten Datennetz.
Internet, DVD, PC, Video, Games, Handy, TV, MP3 – unsere Medienwelt expandiert zusehends. Medien spielen im Prozess der Sozialisierung eine immer bedeutendere Rolle. Schon die Jüngsten kommen mit der Medienwelt in Berührung – Grund genug, die Medienkompetenz bereits im frühkindlichen Bereich anzusetzen.
Leider gibt es immer noch eine starke Abneigung gegen, von Kindern benützten, digitale Medien.
Den Kindern Gameboys und Playstations zu schenken reicht bei weitem nicht aus ! Kein Wunder, dass ohne Einflußnahme und Steuerung durch Eltern und Lehrer, Kinder zuviel Zeit mit unnützen Spielereien verbringen, was ja auch oft genug beklagt wird.
Wie aber sollte eine Anleitung aussehen, wenn Erwachsene im Umgang mit mobilen Endgeräten selbst sehr schnell an ihre Grenzen stoßen. Handys sind heute nun mal Teile, mit denen man auch telefonieren kann. Deshalb müssen vor allem Eltern darüber reflektieren, welche Funktionalitäten ein modernes Touchscreen-Handy hat, welche Applikationen und damit verbundenen Vorteile, Bequemlichkeiten und Sicherheiten gegeben sind !
Die Welt wird zunehmend komplexer und damit steigen auch dramatisch die Anforderungen.
In Japan z.B. werden Krippen- und Kindergartenerzieher seit 20 Jahren an Colleges oder Universitäten ausgebildet. Die Pädagogen im Kindergarten haben dasselbe Anfangsgehalt und den gleichen ehrenvollen Titel wie ein Universitätsprofessor. Davon sind wir in Deutschland noch meilenweit entfernt. Die Mehrheit der Erzieher wird auf Jahre, auf Grund ihrer Fachschulausbildung, professionell unterbewertet und katastrophal schlecht bezahlt sein. Nur Verkäuferinnen verdienen noch weniger.
Unserer Hauptstadt laufen Lehrer wegen schlechter Bezahlung davon ! (Stichwort: Lehreraufstand in Berlin-Mitte vor einer Woche).
6 Kommentare for "Medienkompetenz"
Ich finde es phantastisch! – In so einer klaren Sprache die ursächlichen und erforderlichen Rahmenpunkte (wenn man das so nennen darf) auf den Punkt zu bringen, wahrlich eine Meisterleistung! – Doch diese leistung sollte nicht allein für unseren lieben Horst Bressem stehen, sondern und insbesondere auch dafür, dass es diese Medien – wie diesen Blog – und alle erwähnten weiteren Kanäle wirklich gibt!
Ich bin selbst Vater von drei herrlichen Kindern – auch wenn mir meine große Tochter gerade die aktuellen Anwendungen von derzeit Studierenden präsentiert – so hat ihr Bruder von 5 Jahren doch schon ein sehr bewegtes Interesse an den o.g. Medien und “Spielzeugen” – indem ihm seine kleine Schwester von fast zwei icht nachsteht.
Ich bin stolz ein Vater zu sein, der MITWÄCHST!!! – Der weiß, dass Stillstand – RÜCKGANG – bedeutet!!! – Der sich trotz seinen “hohen” Alters angespornt sieht von den allumfassenden Möglichkeiten, die unsere heutige Wissenkultur gerade anfängt “der breiten Masse” zugänglich zu werden. Glauben Sie nicht mir – sondern GLAUBEN Sie bitte Ihren Kindern, die wissen viel schneller und vor allem ungeprägt von ALTEN MUSTERN in welche Richtung lernen und spielen funktioniert!
Die Inhalte zu bestimmen – wird dadurch (meiner Meinung nach) um so einfacher – je BESSER wir ELTERN in der Lage sind und auf die spielerischen Varianten WIEDER einzulassen!
Ich freue mich auf diese so blumige und wunderVOLLE Zukunft – den diese wird allemal VIEL mehr Freude produzieren – weil wir uns an der FREUDE unserer Kinder beteiligen!
Mit den freudVOLLSTEN Grüßen – und immer eine scharfe Vision – mit ganz herzLichten Grüßen der ow.ow.
Anleitung unserer Kinder, die zu mehr Wissen und damit zu mehr Chancen, aber auch zu mehr Sicherheit führt !
Ich bin der Meinung, dass wir Eltern mehr Einfluß auf die Aktivitäten unserer Kinder im Netz und mit Handys nehmen sollten.
Kinder sollten mit Ihren Geräten nicht nur spielen und chatten, sondern auch Lernprogramme nützen, die ihren Neigungen entsprechen und ihnen über den schulischen Bereich hinaus helfen, fitt zu werden für eine globalisierte Welt.
In anderen Ländern erhalten Kinder sogar im Vorschulalter Unterstützung, um die neuen Medien sinnvoll nützen zu können. Die Auswirkungen einer solchen Förderung finden nicht nur in einer Pisa-Studie einen Niederschlag.
Deutschland spielt dort bekanntermaßen eine eher mittelmäßige Rolle !
Horst Bressem trifft mit seinem Beitrag den Nagel auf den Kopf der aktuellen Bildungsdebatte. Wenn andere noch mit puren Zahlen jonglieren benennt er konkrete Lösungsansätze, die es eben in Japan aber – vereinzelt – auch in Deutschland gibt. Dabei stünde es unseren Politikern gerade in Wahlkampfzeiten gut, sich
des Themas Bildung ab der Kindergartenzeit umfänglich
anzunehmen, wollten Sie denn wirklich etwas für die Gesellschaft tun. Wir stehen nun einmal in einem internationalen Wettbewerb, was eben auch die Verpflichtung mit sich bringt, sich intensiv mit den bisherigen Bildungskonzepten auseinanderzusetzen und alte, völlig untaugliche Modelle wie die schlechte Qualifizierung (und Bezahlung) von KindergärtnernInnen einerseits und die `Unantastbarkeit´ der Professoren an den Unis im höheren Bildungsbereich andererseits zu überwinden. Ist denn die Förderung eines Kleinkindes so wenig wert, dass es eine derart schlechte “Förderung” erfährt, die sich namentlich auf chaotisches und lautes Durcheinander von 25 bis 30 Kindern auf engstem Raume (20 bis 25 qm) beschränkt und jede Erzieherin mehr als eine `Dompteurin´ aussehen lässt als jemand mit einem verantwortungsvollen “Bildungsauftrag”?
Das konkrete Wochenpläne in Kindergärten häufig
gar nicht oder nur sporadisch erstellt werden und
mit dem Kommentar abgetan werden: “Was wir hier an die Tafel/ schwarzes Brett schreiben, interessiert die Eltern ja doch nicht, sie lesen es nicht!” Es darf – im Interesse der Kinder – weder das Desinteresse der Kindergarten-Leitung noch der Eltern oder beiden Vorschub geleistet werden!
Der eine oder andere mag darüber vielleicht noch lächeln, das Ergebnis kommt in Studien zutage, in denen die Konsequenzen solcher ganztätigen “Aufbewahrungsstätten” skizziert werden: Erhebliche Konzentrationsschwächen in der ersten Schulphase mit katastrophalen Folgen für die gesamte Schullaufbahn und darüber hinaus. Die Gesellschaft bekommt am Ende die Quittung und monetär gesprochen auch der sogenannte Steuerzahler.
So weit kann der Bogen gespannt werden auch wenn einige darin (vielleicht) eine Übertreibung sehen. Dem Kind gebührt allergrößter Respekt, weil es die Zukunft unserer Gesellschaft symbolisiert und das sollte das Maß aller Debatten und politischen Entscheidungen sein!
Es bleibt fraglich, ob ein echter Perspektivenwechsel in der Bildungspolitik möglich sein wird..
[...] Bedeutung der digitaler Medien entwickelt neue [...]
[...] sie machen. Dringend erforderlich ist deshalb eine Annäherung durch einen Wissens-Dialog und mehr Medien-Kompetenz [...]
Als Mutter von 2 schulpflichtigen Kindern (15 u.17 J.)
habe ich die Erfahrung gemacht,daß sich die schulischen Leistungen durch das Internet erheblich verbessert haben.
Durch die intensive Nutzung der neuen Medien haben sie ein besseres Allgemeinwissen. Mein jüngster Sohn hat eine leichte Rechtschreibleseschwäche und es dieses Jahr geschafft eine 2 in Deutsch zu erhalten. Die Ziele, etwas in ihren Leben zu erreichen, sind größer geworden und die Berufswünsche sind anspruchsvoller .
Warum brauchen wir Fachkräfte in bestimmten Berufen aus dem Ausland,wenn auf der anderen Seite Lehrstellen fehlen? Warum können wir unsere Fachkräfte nicht ausbilden?
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