Die Arbeitswelt verändert sich
29 Mrz
Skandal in Echtzeit
In USA zwangen ein paar tausend Bloggerinnen den Pharma-Giganten Johnsen & Johnson, mit mehr als 61 Milliarden US § weltweitem Umsatz, sich öffentlich zu entschuldigen, die eigene Web-Site vom Netz zu nehmen und eine millionenschwere Anzeigen-Kampagne zu stoppen. “Isn`t this something” ?
Und das kam so: die vielgelesene Twitter-Autorin Jessica Gottlieb, die auch den Blog “La Moms” betreibt, fand, dass die Werbung des genannten Konzerns die Gefühle von Müttern verletzt. How so ever.
Gottlieb versteht etwas von Ironie: man macht sich nie, nie, nie über Schwache lustig ! Vor allem nicht über Mütter, die gerade versuchen, mit einem Säugling klar zu kommen. Auf Ihren Artikel hin wurden tausende erboste Kommentare betreffend der Johnson-Werbung gepostet. Die Bloggerin hatte eine sogenannte Hashmarke eingeführt, bei der ein Stichwort mit einem Rautezeichen versehen wird, so dass sich alle Tweeds zum Thema gebündelt sammeln lassen.
Innerhalb von 2 Std. waren mehr als 5 000 Beiträge von rund 1 000 Twitter-Nutzern eingegangen. Die Marketing-Strategen des Konzerns nahmen daraufhin ihre Web-Site vom Netz und begannen mit den Bloggerinnen eine tiefschürfende Konversation: wenn man einen Fehler macht, sollte man ihn zugeben und sich dafür entschuldigen ! Aus diesem Fehler lernen wir, wir hören Euch zu - das ist das beste Rezept, um es in Zukunft besser zu machen.
Was sagt man dazu ?
Das war an einem Samstag. Bereits am Sonntag berichteten die großen Medien wie die “New-York”Times, das “Wall-Street” Journal, die Agenturen Reuters und AP und das Wirtschaftsmagazin “Forbes” über die Affäre !
In der Folge taten sich große US-Firmen von Eon über Wal-Mart Burger-King bis Coca-Cola zusammen, um intensiv zu diskutieren, wie man mit dem Bürger-Journalismus umgeht.
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