1) Handlungsbedarf

Die Lebenszyklen moderner Systeme werden immer kürzer – deshalb ist lebenslanges Lernen angesagt ! Hans Uszkorei, Prof. am deutschen Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz, sagt: das gesicherte Wissen ändert sich ständig.

Neben dem permanenten Aktualisierungsbedarf geht es vor allem um technologiebasiertes Lernen.
Die Global-Player haben es erkannt: der zunehmende Konkurrenzdruck erfordert lebenswichtig eine verbesserte Transparenz beruflicher Qualifikationen – vor allem im internationalen Maßstab ! Bildung und Arbeit müssen besser verzahnt werden.

2) Weg vom Desktop zum Webtop (webbasiertes Lernen).

Die Grenzen zwischen Lernen, Wissen und Information verschwinden.
Die neue “Lehrkraft” heißt Internet ! Im Web 2.0 kann man seine eigene Lernumgebung (sogar in 3D), selbst gestalten !
Die schnelle Rückkopplung zwischen Lernenden und Lehrenden macht Unterrichten zu einem partnerschaftlichen Miteinander.
Diese neue Lernkultur löst sukzessive die Einbahnstraße des Frontalunterrichts ab. Im Mittelpunkt steht nicht das Wissen, das gedruckt werden kann, sondern Erfahrungen und Werte. Deshalb setzen Firmen Blogs ein, die unnötige Arbeit und viel Geld sparen. Das Web 2.0 sorgt für eine engmaschige Vernetzung von Personen und Informationsquellen.

“Wir müssen Wissen zu jeder Zeit und an jedem Ort zur Verfügung stellen”, sagt Wilhelm Bauer, Chef vom Frauenhofer-Institut. Deshalb liegt vor allem “Mobile-Learning” voll im Trend.
Man schreibt eine SMS an das Pediaphon – ein Anruf ins deutsche Festnetz genügt und das Pediaphon liest dem Nutzer Wikipedia-Einträge vor !
Durch die zunehmende Mobilität der Arbeitskräfte ebenso wie der Unternehmen, gewinnt die internationale Vergleichbarkeit von Qualifikationen an Bedeutung. Dass man im Ausland, insbesondere in Skandinavien schon erheblich weiter ist, zeigt das Beispiel einer ganzheitlichen Campus-Lösung an der Uni Dalarna.

An deutschen Volkshochschulen und Universitäten beschäftigt man sich intensiv mit dem neuen Bildungs-Management. Inzwischen wird schon mit 3D-Seminaren gearbeitet. Das bedeutet auch für Experten eine riesige Umstellung: Powerpoint-Folien will man da nicht mehr sehen!