Hört sich verrückt an, ist aber ganz einfach: eine “Portion” Ideen (wie Spagetti) an die Wand werfen - was hängen bleibt wird weiter entwickelt, der Rest geht in den Müll.
Trivial - was aber nicht zu unterschätzen ist: in einer Zeit epochaler Veränderungen wird das Thema Innovation immer wichtiger und Kreativität ist die treibende Kraft. Die Firmen haben erkannt, wie wichtig Kreativität ist.
Die kreative Klasse setzt die Normen unserer Zeit.

Ausgerechnet auf der Schwäbischen Alp hat eines der ältesten deutschen Familienunternehmen (Artikel “Zukunfssicherung”) seine Firmenstruktur radikal umgekrempelt und läßt die Mitarbeiter während der bezahlten Arbeitszeit eigene Projekte verfolgen. Das hat zu einer neuen Basiskreativität, zu wesentlich mehr Erfindergeist geführt.

Ein Schöpfer, ein “Creator” also, braucht ein entsprechendes Umfeld, um neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Ganz in der Nähe (Schwäbische Alp), im tiefsten Nordschwarzwald, wo man noch biedere Kravatten und Strickjacken trägt, sitzt der Weltmeister der Erfinder. Die Firma Fischer hat eine Innovationskultur mit Weltniveau !
“Wer Innovationen sucht, wird Fischer finden”, so der Slogan der Firmengruppe (Weltmarktführer in Autozubehör, Spielzeuge und Dübel).

Die “creative class” geht heute weit über die üblich Verdächtigen - Designer, Musiker und Künstler - hinaus. Immer kürzer werdende Lebenszyklen der Produkte und der zunehmende globale Konkurrenzdruck zwingt Manager, Ingenieure und Entwickler sehr kreativ zu sein und für die Mitarbeiter Voraussetzungen zu schaffen, die Kreativität entfachen.

Aber auch immer mehr Perspektivsuchende machen sich Gedanken über ein berufliches Zukunftsmodell. Und hier ist die gute Nachricht: Kreativität ist erlernbar ! Das Hasso- Plattner-Institut in Potzdam lehrt Kreativität.