Niemand hat den Wandel der Produktions-Methoden durch das Internet vorausgesehen. Die Aufgaben, die Standorte - die ganze Wertschöpfungs-Kette - nichts bleibt wie es ist.
Wir sind erst dabei, die Potentiale der neuen Techniken zu entdecken und über die weitreichenden Folgen nachzudenken. Nur eine kreative Gesellschaft kann den Anpassungs-Prozess gut bestehen ! Wichtigste Säule der neuen ökonomischen Logik ist eine neue Offenheit.
Um die Wichtigkeit von Kreativität und Innovation zu unterstreichen, ein Blick nach England. Dort erwirtschaftet der kreative Sektor rund 83 Mrd. Euro, mehr als das Finanzwesen. Die Wachstumsrate liegt bei 6 %, doppelt so hoch wie in der gesamten Wirtschaft.
Der Staat fördert massiv die privatwirtschaftliche Produktion kreativer Angebote. Es gibt ein “Department for Culture” eine “Creative Industries Task Force” - seit einigen Jahren gibt es sogar einen eigenen Minister für “Kreativindustrien”. London wurde zur kreativen Welthauptstadt !

Für das, was man in England als “Creative Economy” nennt, fehlt in Deutschland noch ein “Begriff”. Wir müssen uns “Öffnen”, uns auf eine Arbeitskultur der Netzwerkgesellschaft besinnen. Um eine Zukunftsperspektive entwickeln zu können, muß man sich erst mal mit dieser neuen ökonomischen Logik beschäftigen.
Der Publizist und Trendforscher Charles Leadbeater hat die Entwicklung in England von Anfang an begleitet - er berät auch die englische Regierung. Hier sein Vortrag zum angesprochenen Thema. Video