Die Arbeitswelt verändert sich
18 Feb
Das Internet
hat aus passiven Verbrauchern aktive Gestalter, kreative Entwickler gemacht - in den unterschiedlichsten Bereichen.
Social Media macht Menschen zu Netzwerkern, eBay macht sie zu Händlern, wieder andere entwickeln, verbessern, kreieren Produkte.
So ensteht heute auch Mode im Netz: “Früher war Mode ein Monolog, jetzt ist sie ein Dialog” !
Nie war Mode näher bei den Menschen - nie konnten Konsumenten so vie Einfluß auf Produkte nehmen, induviduelle Lösungen selbst kreieren.
So kürte die New-York-Times den Blogger Scott Schumann zu einem der 100 wichtigsten stilbildenden Männer der Welt (täglich mehr als 150 000 Zugriffe auf seinen Blog)
10 Feb
Ein neuer Vernetzungs-Grad sozialer Dienste
verbindet künftig die Funktionalitäten von Mailprogramm, Social-Network-Plattform, Twitter-Dienst, Fotoalbum, Videoplattform, Newsreader und mehr.
Google-Buzz schafft das im Gegensatz zu anderen Plattformen alles in Echtzeit. Einen “One Stop Shop” nennen Amerikaner so etwas - einen einzelnen Laden, in dem es alles zu kaufen gibt, der jeden erdenklichen Service bietet. Hinzu kommt, dass zahlreiche Funktionen teilautomatisiert sind !
Neu ist auch, dass es etwa bei der Kommentarfunktion keine klare Abgrenzung zwischen Blog-Kommentierung und Chat mehr gibt. Das hat man so noch nicht gesehen.
24 Okt
Trendmeldung
Die finnische Regierung garantiert jedem Bürger ab Mitte 2010 das Recht auf einen 1-Megabit-Internetanschluss. Fünf Jahre später soll die garantierte Bandbreite sogar bei 100 Mbit/s liegen.
Das hat sicher Signalwirkung und ist ein Hinweis auf die steigende Bedeutung des Internets für unsere Gesellschaft.
Die Formel der Frequenzbandbreite wird auch in Zukunft nur wenige Menschen interessieren, aber in einer immer mehr vernetzten Gesellschaft wird in absehbarer Zeit der Austausch von Videodaten zwischen Monitor, DVD-Player, Fernseher und anderen digitalen Geräten, zumindest in hochentwickelten Länder, Standart sein.
In der Schweiz ist seit 2008 ein Internetzugang mit 600 Kbit/s Down- und 100 Kbit/s Upload-Bandbreite Teil des sogenannten Grundversorgungskatalogs.Weitere Einzelheiten im folgenden Bericht
Für diejenigen, die noch kenen schnellen Netzzugang haben, gibt es Alternativen zu DSL, die in diesem Bericht dargelegt werden.
29 Mrz
Skandal in Echtzeit
In USA zwangen ein paar tausend Bloggerinnen den Pharma-Giganten Johnsen & Johnson, mit mehr als 61 Milliarden US § weltweitem Umsatz, sich öffentlich zu entschuldigen, die eigene Web-Site vom Netz zu nehmen und eine millionenschwere Anzeigen-Kampagne zu stoppen. “Isn`t this something” ?
Und das kam so: die vielgelesene Twitter-Autorin Jessica Gottlieb, die auch den Blog “La Moms” betreibt, fand, dass die Werbung des genannten Konzerns die Gefühle von Müttern verletzt. How so ever.
Gottlieb versteht etwas von Ironie: man macht sich nie, nie, nie über Schwache lustig ! Vor allem nicht über Mütter, die gerade versuchen, mit einem Säugling klar zu kommen. Auf Ihren Artikel hin wurden tausende erboste Kommentare betreffend der Johnson-Werbung gepostet. Die Bloggerin hatte eine sogenannte Hashmarke eingeführt, bei der ein Stichwort mit einem Rautezeichen versehen wird, so dass sich alle Tweeds zum Thema gebündelt sammeln lassen.
Innerhalb von 2 Std. waren mehr als 5 000 Beiträge von rund 1 000 Twitter-Nutzern eingegangen. Die Marketing-Strategen des Konzerns nahmen daraufhin ihre Web-Site vom Netz und begannen mit den Bloggerinnen eine tiefschürfende Konversation: wenn man einen Fehler macht, sollte man ihn zugeben und sich dafür entschuldigen ! Aus diesem Fehler lernen wir, wir hören Euch zu - das ist das beste Rezept, um es in Zukunft besser zu machen.
Was sagt man dazu ?
Das war an einem Samstag. Bereits am Sonntag berichteten die großen Medien wie die “New-York”Times, das “Wall-Street” Journal, die Agenturen Reuters und AP und das Wirtschaftsmagazin “Forbes” über die Affäre !
In der Folge taten sich große US-Firmen von Eon über Wal-Mart Burger-King bis Coca-Cola zusammen, um intensiv zu diskutieren, wie man mit dem Bürger-Journalismus umgeht.
26 Okt
Die steilste Kurfe “ever”
Es gab in den letzten 10 Jahren mehr Veränderung als in der ganzen Menschheitsgeschichte davor.
Grafisch dargestellt geht es nicht um eine Kurve - es ist eine Linie, die senkrecht nach oben führt - ein Ende der Entwicklung ist nicht absehbar !
Was ändert sich:
Die westlichen “Nochindustrie-Staaten” mutieren zu Dienstleistungs- und Wissens-Ökonomien, unsere Arbeits- und Lebensmodelle, Festanstellung, Kommunikationsformen, Information, Journalismus, Wertschöpfungsketten, Wissenssvermittlung, Firmenstrukturen, Produktentwicklung, Präsentationsformen, haben sich, mit einem Wort, zu einer neuen ökonomischen Logik entwickelt.
Diese dramatischen Veränderungen wären ohne Internet, digitale Systeme und ohne Informations-Technologie überhaupt nicht möglich. Das world-wide-web existiert gerademal 5000 Tage und hat trotzdem zu dramatischen System-Änderungen geführt.
Immer mehr Menschen, vor allem im Westen, fragen sich, welche beruflichen Zukunftsperspektiven existieren. Der erlernte Beruf wird hier niemand mehr bis ans Ende seiner Arbeitstage ernähren.
Es geht vor allem um Bewußtseinsbildung, um ein Verständnis für die kausalen Zusammenhänge der oben beschriebenen Tatbestände (siehe Links). Gefordert sind vor allem die Politik und die Wirtschaft.
18 Okt
Mobile Lösungen
Die neue Software-Plattform von Google bringt alle PC-Anwendungen auf Handys. Damit tut sich eine neue Welt mobiler Applikationen auf, die unsere Arbeitssystematik revolutionieren wird.
Wer in Zukunft nicht in Echtzeit reagiert, unterwegs keinen Zugriff auf seine Datenbank usw. hat, hat früher oder später verloren. Kein Wunder, dass diese revolutionäre Technologie noch vor Auslieferung des ersten Gerätes zum Verkaufsschlager wurde (Eine halbe Mio. Geräte fanden bereits reißenden Absatz). Das erste Android-Handy ist das T-Mobile G1 und steht ab dem 30 Okt. 08 zur Verfügung ! Hier ein ausführlicher Bericht
Die Entwicklung dieses Programms hat weniger als ein Jahr gedauert. Diese erstaunliche Leistung war möglich, weil Google eine Allianz mit 30 Schwergewichten der Mobilfunkindustrie gebildet und zusätzlich Tausende Programierer in der Open-Source-Variante an der Entwicklung beteiligt hat.
Überflüssig zu erwähnen, dass das ganze Projekt auf das Betriebssystem Linux aufbaut und damit kostenfrei ist. Ein weiterer Hinweis auf die Power von Open-Source. Hier eine Übersicht der beteiligten Firmen.
Das ambitionierte Ziel von Google-Boss Schmidt ist es, den Unterschied zwischen dem Web und dem Handy aufzulösen !
Hier ein ausführlicher Bericht.
31 Jan
Klar - in einer Zeit großer Veränderungen und zunehmendem Konkurrenzdruck hängt alles von neuen, kreativen Ideen ab - vor allem im Hinblick auf berufliche Zukunftsperspektiven.
In ihrem Gespräch mit Bill Gates hat unsere Bundeskanzlerin darauf hingewiesen, dass Menschen ohne Zugang zu IT-Wissen kaum noch am Wohlstand teilhaben werden
Um so verwunderlicher, dass in einem Land, mit der besten Infrastruktur der Welt und gut ausgebildeten Menschen, für die überwiegende Mehrheit in diesem unserem Lande, digital ausgerichtete Geschäftsmodelle ein Buch mit sieben Siegeln ist.
Aber wen regt das schon auf, wenn selbst große Firmen erst nach und nach mit “Social-Networking” anfangen. Erstaunlich ist vor allem, dass annähernd 65 % (selbst der Großen) Firmen kein klares Ziel und keine klare Richtung für ihre Innovationsanstrengungen haben. Das ist das Ergebnis einer Studie der “Economic-Intelligence-Unit”, vertreten in 200 Ländern der Welt und damit weltweit führender Anbieter für geopolitische und betriebswirtschaftliche Analysen. Hier der Bericht.
Aber zurück zur “Headline”: die Gründe und Ursachen, warum in einer Zeit epochaler Veränderungen die Suche nach neuen Lebens-u. Arbeitsmodellen immer wichtiger wird, sind vielfältig. Fest steht aber, dass mit manueller Arbeit in Deutschland (z.T. selbst full-time) nicht genug Geld verdient wird, um eine Familie zu ernähren!
Dabei gibt es phantastische Alternativen: es war noch nie so einfach, auch mit kleinem Geld ein Business zu starten. Dank Internet fallen die Transaktionskosten gegen null. Was haben wir früher ein Geld ausgegeben, für Personalsuche, für Anzeigen-Kampagnen, Telefon und Gewerbemieten usw.
Von den heutigen Möglichkeiten konnte man nicht mal träumen !
Wo liegen also die Chancen und die Wachstums-Felder ? Dem Internet, Web-Anwendungen und mobilen Lösungen gehören die Zukunft - was auch immer Einer umsetzen will. Eine zündende Geschäftsidee lässt sich aber nur umsetzen, wenn das Wissen für die Umsetzung vorhanden ist.
Es geht also vor allem um Wissensvermittlung, aber auch um Bewußtseinsbildung für neue Formen “vernetzten Arbeitens”. Fakt ist, dass z.Zt. nur ein Bruchteil der Möglichkeiten ausgenützt werden. Technik zur Verfügung zu stellen heißt noch lange nicht, dass sie auch genutzt wird! Es gibt also mächtig Diskusions-u. Handlungsbedarf.
22 Jan
Führende Wirtschaftslenker diskutierten auf der Zukunftskonverenz “DLD 2008″ in München, vom 20.01.08 bis 22.01.08, wie die digitale Revolution die Welt verändert und kommen zum Ergebnis, dass wir am Anfang des besten aller Zeitalter stehen !
Hier der Bericht
11 Okt
Unsere Kanzlerin hat es zur Chefsache gemacht und spontan 6 Mrd. Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt: Deutschland muss (als wirtschaftliches Herz, zumindest in Europa) führend in Sachen IT werden !
Schon ihr Vorgänger hat vor viereinhalb Jahren das Projekt Bund-Online ins Leben gerufen. Ganze Hundertschaften wurden beauftragt, vom Formularwesen bis zur Steuererklärung, alles Online zu stellen.
Mangels Resourcen und zunehmendem (globalem) Wettbewerbsdruck bleibt gar keine Alternative: Informations-Technologie muß Priorität haben - es geht um den Standort Deutschland. Das bedeutet aber auch für “Jedermann” (in diesem unseren Lande): ohne elektronische Hilfsmittel und Beschäftigung mit Web-Technologien, gibt es kaum Zukunftsperspektiven.
Um Kommentare zu diesem vital wichtigem Thema wird gebeten !
Gruß Horst
7 Okt
Zukunftssicherung hat heute mehr denn je mit der Erneuerung der Firmenstrukturen, mit der Übernahme moderner Standarts, mit der Abflachung von hierarchischen Strukturen zu tun !
Ohne moderne Standarts hat man gegenüber seinen Mitstreitern gravierende Nachteile. Heute sind Kurzzeitreaktionen, Echtzeitdokumentation, Reichweite, Kundennähe, Individualität u.a. entscheidende Erfolgsfaktoren.
Die folgenden Fallbeispiele dokumentieren in eindrucksvoller Weise, zu welchen Leistungssteigerungen das motivierende Gefühl von mehr Autonomie bei Mitarbeitern und den “neuen Selbständigen” führt. Der Umgang mit Mitarbeitern und Partnern (Kollaborateuren), die neuen Chancen und Formen der Selbständikeit haben großen Einfluß auf Wachstum und Produktivitätssteigerung.
Die US-amerikamische Elektronikkette Best-Buy (mit 31 Mrd. $ Umsatz und 128 000 Mitarbeitern der größte US- Elektronik-Discounter), hat ihr Arbeitsmodell radikal umgekrempelel, nach dem Motto:
Jeder kann arbeiten wo und wie lange es gefällt, was am Ende zählt, ist einzig und alleine das messbare Ergebnis !
Die Fa. Netflix geht noch einen Schritt weiter: sie erlaubt den Mitarbeitern so viel Urlaub, wie sie wollen ! Diese neuen Freiheiten sind in den USA schon deshalb spektakulär, weil die US-Arbeitnehmer erheblich mehr arbeiten als ihre europäischen Kollegen und müssen sich in der Regel mit gerade einmal zehn Tagen Urlaub im Jahr begnügen.
Die Verantwortung für den reibungslosen Arbeitsablaufs wird so weit wie möglich nach unten verlagert. Das Management gibt die Kontrolle ab, die Arbeit wird trotzdem gemacht. Die Erfolg ist meßbar: - Die Produktivität stieg im Schnitt um 35% - die Fluktualitätsrate ging um bis zu 70 % zurück ! ( Bei Firmen, die das ROWE-Konzept eingeführt hatten) ROWE steht für: “Results-Only Work Environment”
Bei Best Buy lag der Mitarbeiterverschleiß bei annährnd 100 % - die gesammte Belegschaft einer Filiale wurde Jahr für Jahr komplett ausgewechselt ! Darunter litten nicht nur die Kunden, sondern auch die Bilanzen. Grund genug für die Firmenleitung, über Verbeserungen nachzudenken. Vielen Menschen geht es an erster Stelle nicht um die Bezahlung. Es kommt auf die richtige Balance zwischen Arbeit und Privatleben an, sowie auf Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln und mobil zu sein.
Soziologen beobachten, dass sich mehr Autonomie positiv auf den Gesundheits- u. Stresszustand der Menschen auswirkt !
Aber auch in Deutschland verändern sich die Firmenstrukturen, verflachen sich die Hierarchien. Ausgerechnet eines der traditionsreichsten deutschen Familienunternehmen, die Fa. Voith, ein Maschienenbauer auf der Schwäbischen Alb, erhebt Innovation und Kreativität zur obersten Firmen-Maxime. Auch hier führen neue Freiheiten zu einer Basiskreativität, zu mehr Erfindergeist. (Die Fa. Foith hält über 10 000 Patente, es kommen jährlich 400 neue hinzu. Das geht so weit, dass sogar der Vorstandsvorsitzende, Helmut Kormann seine Mitarbeiter zum Ungehorsam aufruft. Zum Ungehorsam, wenn es darum geht, eine Erfindung zum Erfolg zu bringen, auch wenn es gegen den Willen des Abteilungsleiters sein muss ! Wer an seine Idee glaubt soll sie auch umsetzen. Man stelle sich vor: in einem Landstrich, wo man sehr sparsam und traditionsbewußt ist, biedere Kravatten und Strickjacken trägt, werden alte Traditionen und hierarchische Strukturen auf den Kopf gestellt. Immerhin geht es um eine Firma mit über 4 Mrd. Euro Umsatz und 34000 Mitarbeitern (weltweit) an mehr als 250 Standorten.
Diese neuen Kreativitätstechniken, die in der Fa. Voith seit über 2 Jahren praktiziert werden, haben eine Entwicklung in Gang gesetzt, die dort niemand mehr zurücknehmen will. Das neue “institutionelle Innovationsmanagement” ist für ein Traditinsunternehmen wie Voith derart spektakulär, dass diese selbstverordneten Neuerungen selbst so manchem experimentierfreudigen Theaterintendanten den Atem nähme !
Aber eben - diese Erneuerung verbessert die Ergebnisse und sichert damit die Zukunft eines 140 J. alten Unternehmens. Ohne (Er-) Neuerung (auf neudeutsch Innovation) keine Zukunftssicherung !