Modern Working System

Die Arbeitswelt verändert sich

Archiv für die Kategorie ‘Social-Networking

Rasante Entwicklung

Die Bedeutung der digitalen Medien entwickelt neue Dimensionen.

Dass die extreme Nutzung moderner Medien dem neuen US-Präsidenten Barack Obama zu seinem Wahlsieg verholfen hat, ist kein Geheimnis mehr. Dass aber der Pabst Benedikt XVI sich einen exclusiven YouToube-Kanal leistet und seine Heiligkeit, der Dalei Lama “twittert”, ist in der Tat verwunderlich.

Die Kirchenfürsten wollen auf diesem (zusätzlichen) Weg ihrer Verantwortung gegenüber der Menschheit gerecht werden. Christliche Botschaften auf digitalen Wegen - Feedback via Weblogs, das sind wahrlich neue Dimensionen. Wer hätte gedacht, dass die katholische Kirche derart fortschrittkich wird.

Orginalton Dalei Lama: “Es geht um die Wichtigkeit des offenen Dialogs”

Es gibt offensichtlich keine Tabus oder Grenzen mehr: Open-Source-Strategien auch auf den höchsten Kirchen-und Regierungsebenen !

Ausführlicher Bericht

Medienkompetenz

Wenn man Kinder auf dem Weg in die Wissensgesellschaft begleiten will, muß man sich selbst auf diesen Weg begeben.

Kinder sind geborene Forscher, Entdecker - deshalb nützen sie massiv die neuen Medien.

Das Buch “Weltwissen der Siebenjährigen” wurde zum internationalen Bestseller. Geschrieben hat dieses Werk Donata Elschenbroich, “die” Expertin für schulische Ausbildung. Sie ist auch Initiatorin des Modell-Projekts Weltwissen-Vitrine.

Frau Elschenbroich untersucht die großen Unterschiede an deutschen Schulen und Kindergärten. Es gibt Schulen und Kindergärten, da haben Kinder wie Eltern eine große, ansteckende Bildungslust und anderswo bleibt die Zeit stehen, obwohl es dort nicht weniger Personal gibt !

Seit der Pisa-Studie gibt es in Deutshland eine lebhafte Bildungsdiskussion, weil wir weit hinter anderen Ländern liegen. Verglichen mit dem Bildungsstand in Finnland, tut sich hier tatsächlich eine Kluft auf.

Jedes Kind ist begabt und hat ein Recht darauf, am Weltwissen teilzuhaben

In der Wissensgesellschaft ist es überlebenswichtig, sich den neuen Herausforderungen zu stellen, lebenslang, weit über die Schule hinaus.

Dass sich Kinder heute, dank moderner Medien, viel schneller entwickeln, dürfte unbestritten sein.
Damit verbunden ist aber auch die Frage, welche Nachteile Kinder haben, die nicht genügend gefördert werden, respektive keinen Netzzugang haben, oder nicht entsprechend unterwiesen werden.

Ein hervorragendes Beispiel, wie differenziert die Vermittlung und Förderung von Medienkompetenz sein kann, ist der Internet-Kindergarten Mölln. Seit dem Jahr 2000 erlernen dort (in einer spielerischen Art) Kinder zwischen 3 und 10 Jahren den sinnvollen Umgang mit Computern und dem welweiten Datennetz.

Internet, DVD, PC, Video, Games, Handy, TV, MP3 - unsere Medienwelt expandiert zusehends. Medien spielen im Prozess der Sozialisierung eine immer bedeutendere Rolle. Schon die Jüngsten kommen mit der Medienwelt in Berührung - Grund genug, die Medienkompetenz bereits im frühkindlichen Bereich anzusetzen.

Leider gibt es immer noch eine starke Abneigung gegen, von Kindern benützten, digitale Medien.
Den Kindern Gameboys und Playstations zu schenken reicht bei weitem nicht aus ! Kein Wunder, dass ohne Einflußnahme und Steuerung durch Eltern und Lehrer, Kinder zuviel Zeit mit unnützen Spielereien verbringen, was ja auch oft genug beklagt wird.
Wie aber sollte eine Anleitung aussehen, wenn Erwachsene im Umgang mit mobilen Endgeräten selbst sehr schnell an ihre Grenzen stoßen. Handys sind heute nun mal Teile, mit denen man auch telefonieren kann. Deshalb müssen vor allem Eltern darüber reflektieren, welche Funktionalitäten ein modernes Touchscreen-Handy hat, welche Applikationen und damit verbundenen Vorteile, Bequemlichkeiten und Sicherheiten gegeben sind !

Die Welt wird zunehmend komplexer und damit steigen auch dramatisch die Anforderungen.

In Japan z.B. werden Krippen- und Kindergartenerzieher seit 20 Jahren an Colleges oder Universitäten ausgebildet. Die Pädagogen im Kindergarten haben dasselbe Anfangsgehalt und den gleichen ehrenvollen Titel wie ein Universitätsprofessor. Davon sind wir in Deutschland noch meilenweit entfernt. Die Mehrheit der Erzieher wird auf Jahre, auf Grund ihrer Fachschulausbildung, professionell unterbewertet und katastrophal schlecht bezahlt sein. Nur Verkäuferinnen verdienen noch weniger.
Unserer Hauptstadt laufen Lehrer wegen schlechter Bezahlung davon ! (Stichwort: Lehreraufstand in Berlin-Mitte vor einer Woche).


Social-Networking

Paradigmenwechsel

Die einfache Wahrheit ist: niemand hat auch nur erahnt, dass durch die neuen Medien derart epochale Veränderungen stattfinden, die unser privates Leben und vor allem unsere berufliche Existenz vital berühren.

In Studenten- und Schülerkreisen ist es gang und gäbe, sich in Communities und Chaträumen zu bewegen, sich auszutauschen, zusammenzuarbeiten.
Es geht aber nicht nur um soziale Interaktion. “Social-Software” wird auch intensiv von Unternehmen genutzt, um Projekte zu koordinieren.
Innovationen und neue Produkte kommen mehr und mehr von Mitarbeitern und Kunden, nicht mehr ausschließlich aus Forschungslabors. Eine rasante Entwicklung ist im Gange: weg von einer dokumenten- und personenzentrierten Arbeitswelt, hin zu einer Community basierten Arbeitsweise. Web 2.0 begünstigt vernetztes Arbeiten und fördert Teamwork.
Mobile Lösungen spielen eine zunehmend wichtige Rolle. Echtzeit-Dokumentation und -Komunikation und direkter Zugriff auf Datenbanken sind heute unverzichtbare Standards, um das Potential des Marktes auszuschöpfen.

Open-Source-Strategien

basieren auf Social-Networking. Klassische Fälle sind die Betriebssysteme Linux und Wikipedia, an denen bis zu hunderttausend Programmierer weltweit mitgewirkt haben.
Durch Open-Source-Learning-Tools verändert sich in dramatischer Weise der Wissensaufbau und die Wissensvermittlung!
Humanitäre Projekte werden dank Open-Source-Techniken weltweit wirkungsvoller umgesetzt, als es Behörden je leisten können.
Nicht zu vergessen, welchen sozialen Mehrwert, z.B. Wikipedia (in 240 Sprachen übersetzt), Menschen bietet, die bis in entlegendste Regionen in ihrer Muttersprache am Weltwissen teilhaben können.

Firmen-Strategien

Begriffe wie Web 2.0, Open-Source, Peer-Production, Blogs und Wikis rücken immer mehr in den Vordergrund.
Ganze Branchen werden umgepflügt - nicht nur Radio, Fernsehen und Verlage müssen sich neu organisieren - vor allem große, weltweit tätige Unternehmen müssen sich öffnen, neue Strategien entwickeln. Dank digitaler Technik hat eine breite Masse eine Stimme bekommen.
Die Menschen wittern Morgenluft, wollen sich mitteilen, mit entwickeln, mit entscheiden.
Das Web hat die Welt verändert - es kreiert eine Kultur, an der mehr Menschen denn je teilhaben, Ideen, Wissen und Informationen austauschen. Digitale Techniken ermöglichen vielen Menschen die Erfüllung ihrer Träume mittels vernetzter Arbeitsweise mit “networking people” - weltweit !

Die neue ökonomische Logik baut vor allem auf eine neue Offenheit, auf eine Kultur des Teilens und auf selbstbestimmtes Arbeiten !
Der Trend geht eindeutig zu flachen Hierarchien. Mobile Lösungen und vernetzte Arbeitsweisen verlangen aber auch mehr Verantwortung aller Beteiligten.

Der Innovationsdruck steigt - dadurch sind auch große Firmen auf die Ideenvielfalt und die Innovationskraft einer breiten Öffentlichkeit angewiesen. Da die Lebenszyklen von Produkten und Systemen immer kürzer werden, reichen die eigenen Ressourcen nicht mehr aus.

Wenn Google und andere IT-Größen, teuere Programme “for free” abgeben, dann geht das eben nur, wenn, wie bei Linux, Zehntausende an solchen Open-Source-Projekten mitwirken - in der Social-Networking-Variante.

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